
Knöpfe stehen – obwohl es sie schon so lange gibt – zur Zeit doch etwas im Schatten des Reißverschlusses oder gar des Klettverschlusses. Sprachlich ist der Knopf im Gegensatz zu den beiden anderen textilen Verschlussmöglichkeiten aber durchaus fest verankert: Ein kleines Kind kann ein kleiner Knopf oder ein kleiner Stöpsel sein, wenn wir etwas endlich verstehen, ist uns “der Knopf aufgegangen”, wenn es mal eng wird, steht vielleicht jemandes Schicksal “auf Spitz und Knopf”.
Von einer ganz anderen Seite her kamen die 1MintA und die 1MintB, unsere beiden neuen ersten Mint Klassen, in Berührung mit dem Alltagsgegenstand Knopf: Im Werkunterricht (Technik und Design, TuD) durften sie Knöpfe selbst aus FIMO herstellen. FIMO ist die bekannte Knetmasse, die dann im Backrohr fest und hart wird. Und diese Knöpfe mussten die Schüler:innen anschließend auch annähen, natürlich!
Aber nicht am Hemd (wäre ohnehin schwierig geworden, wer trägt denn schon noch sowas, T-Shirts und Sweater brauchen schließlich keine Knöpfe!), sondern kreisförmig auf Jutestoff als Ziffern einer Uhr. Das ganze wird auf eine Holzplatte gespannt und mit einem quadratischen, natürlich ebenfalls selbstgebauten Rahmen fixiert. Nicht selbstgebaut – zugegebenermaßen – ist das Uhrwerk mit Zeigern, dieses wurde von den Schüler:innen nur montiert.
Und schon ist sie fertig, unsere Knopfuhr! Und zeigt uns zuverlässig die Zeit an, die im Werkunterricht immer besonders schnell vergeht…

